Zink Fotopapier – einfach erklärt!

Was genau ist Zink Fotopapier? Was ist der Unterschied zu herkömmlichen Sofortbildern? Was sind die Vorteile und wo wird es verwendet? Alle Antworten gibt’s hier!

Wie funktioniert Zink Fotopapier?

Zink Fotopapier ist im weiteren Sinne eine Sofortbild-Technik. So können Fotos z.B. unterwegs ohne klassisches Entwicklungsverfahren innerhalb kürzester Zeit auf Papier gebracht werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sofortbildern wie jenen der Instax Mini 11 wird dabei gänzlich auf Tinte verzichtet. Daher auch der Name Zink – ein Akronym aus Zero und Ink (Englisch für Null Tinte).

Lifeprint Sofortbildkamera mit Zink Fotopapier Druck
Zink Fotopapier im Einsatz mi der Lifeprint Sofortbildkamera © Lifeprint

Die Technik

Möglich wird der tintenlose Druck durch spezielle Kristalle. Sie sind in unterschiedlichen Schichten bereits im Blatt enthalten, auf einem 5 x 7,5 cm großen Foto finden sich so bis zu 100 Milliarden Kristalle (in der Farbzusammensetzung Magenta, Gelb und Zyan). Diese Kristalle sind zunächst farblos. Durch die Einwirkung von Impulsen unterschiedlicher Temperatur bzw. Dauer wird jeweils eine spezielle Schicht mit der gewünschten Farbe erreicht. Die Kristalle dieser Schichte schmelzen. Sobald sie erneut aushärten, wird die Farbe sichtbar. Die Schichten setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • Gelbe Schicht
  • Magenta-Schicht
  • Transparente Schicht
  • Cyan-Schicht
  • Grund-Schicht
  • Klebeschicht
  • Abdeckschicht

Zink Fotopapier – Vorteile und Nachteile

Durch das Fehlen von Tinte ist das Fotopapier vergleichsweise unempfindlich, auch die Handhabung ist entsprechend einfach. Zudem ist Zink Fotopapier vor allem im Vergleich zu manchem Sofortbild günstiger. Die Klebeschicht macht aus den Fotos auf Wunsch praktische Sticker. Im Vergleich zu Tintenverfahren gilt die Zink Technologie außerdem als umweltfreundlicher. Ein häufig erwähnter Nachteil ist die etwas schlechtere Bildqualität aufgrund der etwas schwächeren Farbwiedergabe.

Verwendung und Varianten

Zink Fotopapier kommt heute in vielen verschiedenen Systemen zum Einsatz. Meist handelt es sich um Sofortbildkameras oder mobile Drucker. So setzt die beliebte Canon Zoemini S auf Zink, genauso wie die Kodak Printomatic oder die Sofortbildkamera für iPhone von Lifeprint. Dank der fehlenden Tinten-Technik können Geräte durch Zink-Druck wesentlich kompakter und leichter gebaut werden. Zink Fotopapier wird von verschiedenen Herstellern zu ihren Geräten vertrieben, dazu gehören:

  • Canon
  • Kodak
  • HP
  • Polaroid
  • Lifeprint
  • Fujifilm

Formate:

  • 2 x 3
  • 3.25 x 4.5
  • 3 x 4
  • 3.5 x 4.25
  • 2.3 x 3.4

Sofortbildkameras und Fotodrucker auf sofortbildkamera.org mit Zink Fotopapier:

Wer hat’s erfunden?

Das Fotopapier wurde ursprünglich in den 90er Jahren von einem Tochterunternehmen von Polaroid erfunden. Im Jahr 2007 präsentierte das zu diesem Zeitpunkt unabhängige Unternehmen Zink seine Technologie der Öffentlichkeit. Die bereits erwähnten Unternehmen wie Kodak oder Fujifilm vertreiben Zink Fotopapier unter einer Lizenz.

Veganer Sofortfilm

Im Gegensatz zu Filmen wie dem Instax Mini oder Polaroid i-Type Film, sind Zink Filme vegan. Das bedeutet, dass bei der Produkt gänzlich auf tierische Produkte verzichtet werden kann. Klassicher Sofortfilm setzt dagegen bei der Herstellung auf tiersche Gelatine.

FAZIT

Zink Fotopapier ist eine interessante Alternative zu herkömmlichen Polaroid Kameras und deren Fotos. Vor allem der Einsatz in mobilen Druckern bietet eine Reihe von Vorteilen, so können die Fotos vor dem Druck aussortiert werden. Fans klassischer Sofortbilder werden aufgrund des Formats und der Farbwiedergabe dennoch eher zu Modellen wie der Polaroid Now, der Fujifilm Instax Mini 90 oder einer anderen Instax Kamera greifen.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Zink_(technology)

VIDEO: Zink Fotopapier im Einsatz mit Lifeprint Sofortbildkamera für iPhone

Watch prints from the Lifeprint mobile printer come to life
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