Technische Entwicklung und Vorteile der Sofortbildkamera
Die Sofortbildkamera - oder auch Einwegkamera genannt - gehört in die Gruppe der Fotoapparate, sie hat den normalen Apparaten gegenüber jedoch den Vorteil, dass die Bilder sofort nach dem Auslösen auf einem Papierfilm entwickelt werden. Das fertige Bild wird von der Kamera ausgeworfen und der Benutzer erhält es innerhalb von nur kurzer Zeit.
Um die Entwicklung der Fotos zu gewährleisten, wird in die Sofortbildkamera ein spezielles Papier gelegt, das nicht wie sonst üblich ein einfacher Film ist. Dieses Papier verfügt über eine Schicht, die extrem lichtempfindlich ist und mit dem bekannten Negativfilm vergleichbar ist. Außerdem sind in dem zugehörigen Fotomaterial auch die nötigen chemischen Bestandteile zur Entwicklung eines Bildes enthalten. Diese liegen in Form einer Art Paste vor. Wird die Bildeinheit nun aus der Kamera entfernt, so werden die Chemikalien verteilt und zwar zwischen der positiven und der negativen Schicht. Gleichzeitig transportieren sie bestimmte Stoffe, bei Bildern, die in schwarz-weiß entwickelt werden sollen, sind dies Silberteilchen, bei farbigen Filmen sind es Farbstoffe. Diese werden auf der positiven Schicht eingelagert und die Schicht wird nach der Einwirkzeit, die für die Entwicklung nötig ist, von der negativen Schicht entfernt. So ist es aber auch nicht möglich, einen weiteren Abzug vom Negativ später nachmachen zu lassen, wie dies bei üblichen Kameras machbar ist. Ist von einem Foto, das mit der Sofortbildkamera gemacht wurde, ein Duplikat gewünscht, muss das so genannte Bild-von-Bild Verfahren angewendet werden. Je nach verwendetem Fotomaterial kann mit einer Sofortbildkamera sowohl ein farbiges, als auch ein schwarz-weißes Bild entstehen. Für letztere Variante gibt es die Möglichkeit, ein zusätzliches Negativ anfertigen zu lassen. So kann das Bild beliebig vervielfältigt und auch in seiner Größe verändert werden.
Das bei den Sofortbildkameras mögliche Integralfilmverfahren bezeichnet den Ablauf des oben genannten Vorganges in einer geschlossenen Bildeinheit. Die Belichtung in den Kameras erfolgt über einen Spiegel, die positive Schicht ist für Licht durchlässig. Durch einen Motor wird die Bildeinheit transportiert. Mit den Chemikalien ist ein Farbstoff verbunden, der zu Beginn vor Licht schützt und sich später entfärbt. Das entstandene Bild verfügt über keinen Schutz vor Licht.